Hannovers selbstverwaltetes Studierendenwohnheim


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Die Vögel des Schwesternhauses

Februar '10: Ein Sperbermännchen mit einer gegen eine Fensterscheibe geflogenen Ringeltaube (© Christian Stolz)

Bisher konnten 38 Vogelarten im Bereich des Grundstücks festgestellt werden. Der Begriff „Garten“ bezieht sich im Text auf den hinteren (hundefreien) Bereich. Der Verfasser des Textes wohnt seit Anfang 2010 im Schwesternhaus und kann daher nur über die Jahre 2010 und 2011 berichten.

Graugans: Die nordischen Gänse (vor allem Saat- und Blässgans) ziehen während ihrer Wanderungen durchaus über Hannover. Sicher bestimmt werden, konnten bisher aber nur die Trupps der Graugans.

Komoran: Sie konnten bisher nur als Überflieger beobachtet werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass einer mal in unserem Gartenteich landen wird.

Mäusebussard: Ebenso fliegt manchmal der häufigste Greifvogel Deutschlands im Segelflug über das Haus.

Sperber: Im Winter 2010 verfolgte ein Sperber eine Ringeltaube im Jagdflug (eine sehr große Beute für so einen Jäger, vermutlich war er ziemlich ausgehungert) und die panische Taube flog mit hohem Tempo gegen ein Fenster des Hauses. Der Sperber freute sich und begann vor dem Eingang zum Gartenkeller seine Beute zu rupfen. Allerdings kam er nie zum fressen – eine Katze klaute die tote Taube.

Zwei Ringeltauben genießen die ersten Sonnenstrahlen in der Roteiche (© Christian Stolz)

Kranich: Hannover liegt auf der Zugstrecke von Kranichen und so kann man im Frühjahr und im Herbst regelmäßig größere Trupps der schönen Vögel am Himmel beobachten oder des Nachts bei geöffneten Fenster hören.

Lachmöwe: Lachmöwen kann man in großer Zahl im Winterhalbjahr in Hannover zum Beispiel in der Nähe des Maschsees beobachten. Den See nutzen sie meist als Schlafplatz; um Nahrung zu suchen fliegen sie aber durchaus quer über das Stadtgebiet und selten, aber manchmal über unser Heim.

Straßentaube: Das Gelände der Tierärztlichen Hochschule beherbergt massig Straßentauben. Die Schwärme fliegen über unser Grundstück.

Ringeltaube: Die größere Verwandte der Straßentauben ist im Garten als Brutvogel zu finden. Im Sommer 2010 versuchte zum Beispiel ein Paar in der Roteiche zu brüten, auch in den Kastanien zur Schwesternhausstraße hin lassen sich Nester finden.

Waldkauz: Jeweils im Januar bis März 2010 und 2011 rief ein Käuzchen des Nachts in der Nähe und einige Male auch von Bäumen auf unserem Grundstück.

Mauersegler: Die letzten Rückkehrer im Sommer kann man dann täglich am Himmel über dem Haus beobachten. Mindestens zwei Paare brüten in unserer Nähe (oder sogar irgendwo im Haus selbst?).

Januar '11: Ein Mittelspecht macht ein Päuschen auf der Roteiche (© Christian Stolz)

Buntspecht: Häufiger Gast im Winter, besucht auch Futterstellen. Wenn es eine geeignete Baumhöhle im Garten gäbe, dann könnte es durchaus zu einer Brut kommen. Aber dafür braucht es meist tote, morsche Bäume – genau die, die aus Schutzgründen dann gefällt oder beschnitten werden.

Mittelspecht: Als Ausnahme muss der im Januar und August 2011 in der Roteiche sitzende Mittelspecht gewertet werden. Ob es sich um ein Individuum handelt ist Spekulation. Zwar mögen Mittelspechte alte Eichenwälder, aber eine einzelne reicht dem Vogel nicht auf Dauer.

Grünspecht: Ende August und September 2011 war ein Grünspechtweibchen des Öfteren im Garten zu Gast. Lange nicht so häufig wie die Buntspechte, aber durchaus regelmäßig.

Rauchschwalbe: Dank der Nähe zu den Brutplätzen in den Ställen der Rinderklinik der TiHo kann man im Sommer viele Rauchschwalben durch den Himmel flitzen sehen.

Heckenbraunelle: Im Frühjahr ist die Heckenbraunelle einer der ersten Sänger. Auch bei uns im Garten singt dann früh morgens regelmäßig ein Exemplar. Eine Brut ist ebenfalls wahrscheinlich.

Rotkehlchen: Ganzjährig anwesend, gibt es mindestens ein Brutpaar des kleinen braunen Vogels mit der roten Brust.

Nachtigall: Der absolut nervtötende Gesang dieses schrecklichen Vogels dringt in Frühjahrsnächten an das Ohr eines eigentlich Schlafen wollenden Menschen. Direkt auf unserem Grundstück kommen sie selten vor, aber zu hören sind sie im Frühjahr. Leider.

Hausrotschwanz: Es brüten mehrere der frühen Rückkehrer in der Umgebung des Hauses: Zum Beispiel auf dem TiHo- und dem Bundeswehrgelände. Manchmal überqueren sie auch die Grenze zu unserem Grundstück.

Amsel: Gibt’s hier jede Menge! Vor dem Haus kämpften einmal vier Männchen miteinander, vermutlich sind es insgesamt 2 Brutpaare im Garten und eventuell noch eines zur Schwesternhaustraße hin.

Schwanzmeisen am Futterknödel (© Christian Stolz)

Mönchsgrasmücke: Die Gesänge lassen auf ein Brutpaar im Garten schließen.

Fitis: Ruft ab April aus den hohen Bäumen im Garten, aber eine Brut konnte bisher nicht festgestellt werden.

Zilp-Zalp: Mindestens ein Brutpaar im Garten.

Wintergoldhähnchen: Gast zumindest im Winter 2010. Winter- wie Sommergoldhähnchen sind meist auf Nadelbäume angewiesen, daher haben wir sie leider nicht so regelmäßig.

Zaunkönig: Ein Brutpaar im Garten.

Kohlmeise: Haben wir mindestens 2 brütende Paare auf dem Grundstück. Ein Paar brütete 2011 in dem Entlüftungsrohr der Abflussleitung.

Blaumeise: Auch mindestens zwei Brutpaare auf dem Gelände.

Schwanzmeise: Im Winter sind umherstreunende Familienverbände aus 6-8 Tieren auch häufig bei uns zu Gast. Überraschend waren 7 Exemplare im Juni 2011 – also zwei Familienverbände auf Nahrungssuche?

Ein Kleiber zeigt seine Kletterkunst (© Christian Stolz)

Kleiber: Vor allem in den Wintermonaten waren Männchen und Weibchen zu sehen, dann auch an Futterplätzen. Im Mai 2011 war dann sogar eine Familie aus 3 Tieren in der Roteiche zu sehen. Ihre Bruthöhle kann also nicht allzu weit entfernt gewesen sein.

Gartenbaumläufer: Den kleinen Kletterer kann man auch vor allem im Winter bemerken. Mehrmals auch gleich zwei Individuen zusammen.

Elster: Der Lieblingsvogel einer costa-ricanischen Notzimmerbewohnerin ist täglich auf dem Grundstück zu Gast. Meist hört man die Vögel in den Kastanien „schäckern“, aber auch in den hohen Bäumen des Gartens sind die oft zu sehen.

Frühjahr '10: Ein Blick in das Nest des Eichelhähers im toten Hopfen (© Christian Stolz)

Eichelhäher: Ein Paar hat 2010 in dem toten Hopfen zwischen Haupttrakt und Bundeswehrflügel gebrütet. Es war sehr spannend zu sehen, wie die Vögel gegen Rabenkrähen und Katzen Angriffe flogen und vom Nest vertrieben. Im Herbst wurde die Pflanze dann im Zuge der Regenrinnenreinigung entfernt. Im folgenden Jahr konnte man die Vögel noch häufig im Garten beobachten, der neue Brutplatz lag aber vermutlich außerhalb. Ihr Revier erstreckt sich aber noch immer über den Garten: im April gab es einen Revierkampf mit einem zweiten Paar Eichelhäher.

Rabenkrähe: Rabenkrähen kann man praktisch jeden Tag im Garten zu Gesicht bekommen. Brüten tun die hier wohl nicht, aber oft ruhen sie sich in den hohen Bäumen aus. Die bisherige Höchstzahl waren sechs auf einmal.

Star: Ab März kann man regelmäßig auf dem Südflügel und der Kastanie dort ein Starpaar hören und sehen. Der Niststandort konnte bisher noch nicht entdecken werden.

Haussperling: Auf dem TiHo-Gelände sind sie allgegenwärtig, auf unserem Grundstück allerdings nur sehr selten zu sehen. Tatsächlich wurde bisher nur ein einziges Männchen im hinteren Garten beobachtet.

Buchfink: Der häufigste Brutvogel Deutschlands ist natürlich auch im Schwesternhausgarten zu finden – allerdings konnte bisher noch keinen Neststandort gefunden werden und die Häufigkeit der Beobachtungen lässt eher darauf schließen, dass ein oder zwei Paare den Garten als Revier nutzen, ihre Nester aber einen oder zwei Gärten weiter versteckt sind.

Grünfink: Ebenso wie der Buchfink singt ein Grünfink-Männchen regelmäßig im Garten. Meist sitzt er auf der 3er Robinie. Wahrscheinlich wieder ein Neststandort außerhalb des Gartens.

Ein scheuer Kernbeißer sitzt hoch oben im Hainbuchenzirkel (© Christian Stolz)

Gimpel: Der Dompfaff oder Gimpel ist leider während der Brutzeit sehr heimlich und still. Während des Frühjahrs konnte man mehrmals beide Geschlechter im Süden des Gartens sehen, eventuell reicht auch ihr Sommerrevier bis in den Garten hinein. Im Winter dagegen kann man sie leichter beobachten – regelmäßig kommen dann Männchen wie Weibchen hierher.

Kernbeißer: Im Februar 2010 fanden sich zwei Kernbeißer im Hainbuchenzirkel. Auch 2011 konnte ein Exemplar beobachten werden. Diese Vogelart kann man als typischen Wintergast einstufen.

Stand bis September 2011. Wer weiß, was noch alles in den nächsten Jahren kommt. Ergänzungen werden gerne entgegen genommen.

Christian Stolz

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letzte Aktualisierung am: 15.09.2011